Gestern war wieder eine lange Fahrt.
Sind morgens los und hatten einen Ein-Stunden-Stop im Paparoa-Nationalpark um die Pancake Rocks anzuschauen.
Die Felsen sehen aus wie übereinander geschichtete Pfannkuchen und haben daher ihren Namen bekommen.
Hab leider kein richtig gutes Foto davon auf meinem Handy, ihr müsst euch mit dem begnügen ;).
Aber es sah wirklich mega aus und es waren wirklich gefühlt tausende Schichten von Stein übereinander.
Mittags hatten wir wieder einen Einkaufsstopp und abends sind wir hier im strömenden Regen angekommen.
Es soll ja ein absolutes Muss sein, wenn man in Neuseeland ist, sich hier den Gletscher anzuschauen, aber unsere Sicht ist seit gestern so:
Also eine überwältigende Fernsicht ;).
Wir könnten vom Foto her gerade überall sein :/.
Aber gut, hilft ja alles nix.
Haben heute Vormittag dann erstmal ausgeschlafen, weil mit wandern zum / ein Stück auf den Gletscher bei dem Wetter ja eh nix ist, ausgiebig gefrühstückt und waren dann hier in der Stadt (man braucht ganze 3,5 Minuten um von einem Ende zum anderen zu gelangen :P).
Die Kiwis (also die Neuseeländer :P) lieben es, ihre Kiwis (also die Vögel :P) in überdimensionaler Größe darzustellen und endlich hab ich mal ein Foto mit diesem putzigen Ding gemacht ;).
Im Moment ist unsere Wäsche noch im Trockner und wir sitzen so ein bisschen die Zeit ab, bis wir sie zusammen legen und Abendbrot essen können...
Ich glaub ich nehm auf dieser Busreise bestimmt 5 kg zu, bin gefühlt nur am essen den ganzen Tag ;).
Hier grad, weil nix zu tun ist, im Bus ständig, weils beim stundenlangen fahren einfach schön ist zu essen :P und dann halt ständig ungesundes Zeug, weil es mit jedem Tag wo anders sein einfach schwierig ist sich gesund zu ernähren.
Oder ich einfach zu unkonsequent und auch zu faul bin und ne Schokolade schneller gekauft und gegessen ist, als sich zwischen Bus, Lebensmittelladen, Hostel irgendwas anderes zu machen ;).
Hab nun noch 9 Tage Busreise, 6 Tage Sydney, 2 Tage Heimreise vor mir und dann bin ich wieder zurück.
Waren dann ca. 19 Wochen Australien und ca. 4 Wochen Neuseeland.
Auf der einen Seite eine echt lange Zeit, auf der anderen Seite ist es aber auch so unglaublich schnell vorbei gegangen.
Auf was ich mich echt freue ist endlich wieder ein eigenes, sauberes Bad zu haben mit Platz und ohne 5 fremde andere Menschen mit im selben Raum.
Im Moment sieht das Duschprocedere nämlich so aus, das ich mit Flipflops und den Händen voll mit Kulturbeutel, Tasche mit Shampoo und Spülung und frischen Klamotten zu den Duschkabinen laufe und erstmal hoffe das was frei ist.
Habe ich das Glück das ich nicht warten muss, versuch ich ganz vorsichtig auf die wenigen Haken in der Kabine den Kulturbeutel, die alten Sachen, die frischen Sachen und die Handtücher mit aller Vorsicht drauf, dran, drumherum zu trappieren und zwar so, das dann später beim Handtuch abnehmen auch ja nix runter fällt und auf den nicht unbedingt sauberen und auch nicht trockenen Boden fällt.
Dann bin ich glücklich wenn es ausreichend warmes Wasser gibt und der Wasserdruck auch so stark ist, das er durch meine Haare geht.
Kam auch schon vor, das es mehr ein Tröpfeln war, wenn man richtig warmes Wasser wollte ;).
Auf die Frage ob die Duschen gut sind, kann man nämlich nur dann mit Ja antworten, wenn es bei heißem Wasser einen starken Wasserstrahl gibt :P.
Dann versuch ich beim abtrocknen und anziehen auf den Zehenspitzen auf meinen Flipflops zu balancieren und das Gleichgewicht dabei zu halten um nach Möglichkeit keinen Kontakt zu irgendwelchen Wänden oder den Boden zu bekommen.
Letzter Akt ist dann alles wieder ins Zimmer zu bekommen ohne das mir auf dem Weg zurück was runter fällt und ein Plätzchen zu finden um die Handtücher aufzuhängen.
Also ein Duschen ohne Zwischenfälle ist echt ein Meisterstück ;).
Das Reisen mit dem Bus ist auch grad anstrengend in der Hinsicht das es emotional bei mir einen ganz großen Unterschied macht ob ich jetzt wie in Australien alleine zwischendrin reisen wollte oder jetzt hier in einer Gruppe unterwegs bin, wo ich nicht alleine sein will, weil es ja eine Gruppendynamik gibt und ich nicht alleine am Rand stehen möchte.
In Gemeinschaft einsam zu sein fühlt sich nicht schön an.
Wenn ich es ehrlich betrachte ist mein Englisch zwar schon besser geworden und in den Themen die man immer braucht, bin ich relativ sicher nun drin, wie z.B. wie lange man schon reist, was man bis jetzt alles gesehen und gemacht hat, wie es einem gefällt, was man so daheim macht, ob man Geschwister hat und was die machen usw.
Aber wenn das dann alles geklärt ist, ist halt auch alles an Englisch was ich kann gefühlt verbraucht :P.
Das macht es dann aber schwierig, nen tieferen und festern Kontakt zu anderen aufzubauen.
Aber ich muss auch ehrlichkeishalber sagen, das ich bis jetzt eigentlich immer irgendjemand deutsches mit im Bus hatte, mit dem ich mich gut verstanden habe.
Aber nachdem es halt ein Hop on hopp off Bus ist, steigen halt die meisten irgendwann aus und neue kommen rein.
Ich hatte zum Beispiel jemand ganz nettes mit dem ich u.a. diese 20 km Vulkanwanderung gemacht habe und an dem Tag wo er ausgestiegen ist, kamen 3 nette deutsche Mädels mit in den Bus, mit denen ich mich super verstehe.
Aber anstatt das ich einfach den Moment genieße und drauf vertraue das es sich schon alles fügen wird, bin ich immer gedanklich schon in der Zukunft und frag mich ängstlich ob ich wohl auch in 3 Tagen jemanden habe mit dem ich mich verstehe.
Auf dieser Etappe meiner Reise darf ich wohl lernen mir selber genug zu sein, einfach die Menschen die auf meinem Weg kommen und gehen so hinzunehmen wie sie sind und nicht schon ängstlich in die Zukunft schauen, weil ich es eh nicht beeinflussen kann.
Wieder Gott Vertrauen das es gut wird.
Aber es fällt mir grad schon schwer einfach den Tag so zu genießen wie er ist ohne zu wissen was kommt und grad im wahrsten Sinne des Wortes "nicht selber am Steuer" zu sitzen.
Auch merke ich, das es nun wirklich dem Ende zu geht und ich schon wieder anfange zu überlegen was ich als nächstes alles zu tun habe, was noch im Dezember zu erledigen ist und was erst im Januar und ich habe auch schon wieder meine ersten "to do Listen" geschrieben.
So ganz aus meiner Haut kann ich halt doch nicht ;).
Aber es war schon schön mal 5 Monate ohne to do Listen auszukommen ;).
Das ich im Moment noch nicht weiß wo und wann ich genau im Januar arbeitstechnisch sein werde und was ich genau machen werde fühlt sich grad gar nicht so schlecht und beängstigend an, wie ich dachte.
Ich freu mich voll das ich einfach die Möglichkeit habe noch nicht wissen zu müssen, das ich am 12.01. um 8 Uhr irgendwo sein muss, sondern mich einfach überraschen lassen kann, was im Januar so auf mich wartet und was Gott so in Deutschland für mich im Jahr 2016 vorbereitet hat :).
So, nun ist der Trockner fertig, auf geht's zur Wäsche... ;).




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