Da bin ich nun wieder auf der horseranch und sind doch tatsächlich schon wieder 5 Tage vergangen seitdem ich hier angekommen bin.
Der Anfang war etwas hart, irgendwie ist es doch nicht ganz so einfach wieder da anzuknüpfen wo man aufgehört hat und bei einem zweiten Treffen oder einem zweiten Aufenthalt sind dann auf einmal auf beiden Seiten Erwartungen da, die nicht immer ganz erfüllt werden können.
Zumindest von meiner Perspektive und von meinem Gefühl aus, haben wir diese Tage gebraucht um uns wieder aufeinander einzustellen.
Es war nicht ganz einfach und ich saß auch da und dachte mir nur, Gott warum hab ich hier zurück kommen sollen, aber nun ist es glaub ich doch ganz gut ;).
Am Samstag beginnt nun der "Crackin Cancer trail ride" und ich hab noch nicht ganz verstanden wie es passiert ist, aber irgendwie ist wohl jemand von den Guides krank oder sowas (ja, ja das liebe Englisch :P) und nun wurde ich heute offiziell mit Versicherung und allem drum und dran als trailrideguide angemeldet und ich bekomm wohl auch ein Zertifikat was es mir die nächsten 12 Monate hier in Australien erlauben würde trailrides zu leiten.
Na dann sollte ich vielleicht doch überlegen länger hier zu bleiben ;).
Mich versteht zwar dann kein Mensch und das mit den Himmelsrichtungen und dem Orten funktioniert auch noch nicht ganz, aber immerhin hab ich ein Zertifikat ;).
Heut Abend waren zwei zum essen da, die diese trailrides leiten und es wurde alles besprochen und nach ner halben Flasche Wein konnte ich dann immerhin ziemlich entspannt dasitzen und mitlachen, auch wenn ich nicht allzu viel verstanden habe :P.
Morgen heißts wieder ganzen Tag Pferde trainieren und fit machen für die langen Tagesritte.
Also so 5h im Sattel täglich sind schon sehr anstrengend und ich merke doch, das reiten wirklich in Arbeit ausarten kann, aber es macht schon auch Spaß (wenn ich von den Momenten absehe wo ich schon gebissen worden bin oder verzweifelt hinter Pferde herlaufe, die sich nicht fangen lassen wollen ;P).
Ganz nett ist auch immer, wenn ich den Auftrag bekomme in diesem rießen Geländer mit'm Auto irgendwelche Pferd zum paddock zu Treiben mit der Aussage die Peitsche liegt auf der Rückbank.
Ich steh dann regelmäßig irgendwo zwischen nem kleinen Fluss und Eukalyptusbäumen, die Peitsche in der Hand, nicht wirklich wissend was ich eigentlich damit tun soll und verzweifelt "come on" rufen, in der Hoffnung das die lieben Pferdchen auf mich hören und dem Wagen Richtung Stall folgen ;).
Ist schon alles abenteuerlich hier.
Heute haben wir beim Austreiten ein verwundetes Känguru gefunden und Steve meinte er fährt nochmal raus um es zu erschießen.
Das ist ja ganz gut, als er aber sein Messer und die Axt gewetzt hat und gemeint hat, das gibt für morgen einen leckeren Eintopf, dachte ich mir nur oh mein Gott.
Klar, ist an sich ja nix anderes als wenn ein Jäger ein Reh bei uns schießt, aber trotzdem...
Ich hab mich dann dafür entschieden, das ich diese Erfahrung nicht mitnehmen muss und hab ihn alleine zu dem Känguru fahren lassen.
Morgen steht dann wieder Pferde fangen, füttern und reiten, reiten, reiten an ;).





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